Kundenpräsenationen – Ein Studium.

Pitch, Pitch, hurra!

Wir studieren Marketing. Wie so viele von uns. Im Laufe unseres praxisorientierten Studiums haben wir mehr als 40 Briefings gesehen, Nächte lang daran gearbeitet und vor Kunden präsentiert. Dabei entdeckten wir unsere Hass-Liebe zum Marketing…

Das Briefing

Content Marketing ist ja gerade der letzte Schrei. Aber wenn der Content immer der gleiche ist, kann man ihn irgendwann nicht mehr hören.

Das Grauen kommt in Form eines Blattes oder als elektronische Post, wie man heutzutage so schön sagt. Weil der Kunde meint, er hätte das Internet verstanden.

Briefing – (vom Engl. kurz) – hat wohl mancher nicht ganz so aufgefasst. Viel Geschwafel. Null Inhalt. Und das Beste erwartet einen in der letzten Zeile. „Wir sind ein junges Start-Up Unternehmen mit geringem Budget. Entwickeln Sie bitte ein ganzheitliches Kommunikationskonzept mit Bespielung sämtlicher Kanäle…“ Da stehen einem doch die Haare zu Berge!

Die Consumer Insights

Um die Aufgabe mit Bravour zu meistern, sollte man sich möglichst tief in den Kopf der Zielgruppe graben. Irgendwann stößt man hoffentlich auf Gold – ein Insight.

„Kleine Männer, die SUV fahren, kompensieren damit ihre Körpergröße.“

Wow, ein Insight, auf das wohl noch keiner vor uns gekommen ist. Schnell ein Konzept aus den Rippen geleiert. Claim drunter und fertig ist das Ding. Somit wird Traffic nicht nur auf der Straße generiert, sondern auch im Büro vom Marketingleiter.

Der kreative Flow

Nach dem analogen Brainstorming folgt nun die digitale Umsetzungsphase. Jeder braucht einen besten Freund. Unserer ist silber und hat einen digitalen Schreibtisch. Deswegen haben wir auch eine Desktop-Allergie. InDesign, Photoshop und wie sie alle heißen, laufen darauf allerdings wie am Schnürchen. Kaffee rechts, Nerdbrille auf und Mukke an. Im Workflow kennt jeder so manchen Trick. Apfel-C, Apfel-V und das Marketer-Herz schlägt höher.

Die Work-Life-Balance

Jeder spricht davon! Wir haben auch eine. Mit ganz viel Work. 67 Mitteilungen auf WhatsApp, ein leerer Kühlschrank und ein rauchender Kopf. Davon war im Briefing nicht die Rede. Egal. Durchziehen. Morgen schauen uns 10 Augen an, die sowieso keinen Plan von Marketing haben. Hauptsache wir verkaufen das Ding. Wir Marketer sind ja bekannt dafür, dass wir Scheiße zu Gold machen.

Tosender Applaus. Konzept an den Mann gebracht. „Und damit, bedanken wir uns für die spannende Aufgabe und wünschen noch einen schönen Tag.“

Am Abend ein Schaumbad zur Regenerierung unserer Work-Life-Balance. „Biiiiiiiing, Sie haben Post“. Im Anhang ein Briefing – von einem Start-Up… . Aber wie sagt man so schön? Nach dem Pitch ist vor dem Pitch.

Trotzdem bist du, liebes Marketing, uns ans Herz gewachsen. Und das gibt uns die Kraft, das nächste Briefing mit einem Schmunzeln zu öffnen.

Hier kläfften für euch:

JASMIN RAIF UND STEPHANIE HEUSEL


 

 

 

 

 

 


P.S. Marketing, wir lieben dich!

 

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