Relaunchgedanken zum Weihnachtsmann

Sinnliches und Unsinniges zum markigen Mann

nikolausis

Weltweite Markenbekanntheit

Aller Anfang ist schwer! Dieser hier wahrscheinlich genauso wie der erste Schritt des Santa Klaus – in deutschen Breitengraden besser bekannt als der Weihnachtsmann. Wie schafft eine fiktive Figur es, zu so einer Michael-Jackson-artigen Popularität aufzusteigen und jährlich nicht ins Vergessen zu geraten, sondern endlos zelebriert zu werden? Dahinter steckt weder seine grenzenlose Großzügigkeit, noch die himmlischen Kräfte Jesus Wohlwollens – sondern ein verdammt gutes Marketing!

Koffein im Blut

Uns allen ist er bekannt: Ein dicker, alter und freundlicher Mann im roten Overall mit gemütlichem Bierbauch und rauschendem weißen Bart – und im Schlepptau natürlich der prall gefüllte Sack voller Geschenke. Seine erste Präsenz in den Printmedien hatte Santa in dieser heut bekannten Form 1931 – dank der Coca Cola Company, die ihn seitdem jährlich zur Weihnachtszeit zur eigenen Kampagne antreten lässt.

Modifikation?

Doch wie kann man Santa denn nun neu vermarkten wenn sein Image so festgebrannt in unser aller Köpfen steckt? Einem solchen Mythos wie dem Weihnachtsmann kann man nicht mal schnell ein neues Gesicht geben, das Outfit austauschen, ihn zum Frisör schicken und dann noch einen Wiedererkennungswert erwarten. Deshalb müssen wir ihn sterben lassen und ersetzen. Bingo! Santa ist tot, es lebe Santa! Denkbar wäre hier der tragische Tod, überrollt vom Coca Cola Lastwagen mit ein bisschen schnulzigem Elton-John-Geträller im Hintergrund. Gut, Spaß beiseite, ein Mord kommt natürlich nicht infrage – weder moralisch, noch ethisch. Was dann?

Emanzipation?

Natürlich! Wir machen uns die Emanzipation zunutze und kommen mit der Frauenquote – ja warum ist der Weihnachtsmann denn ein Mann? Ist das nicht diskriminierend? Das schafft doch ganz sicher auch eine Frau. Ätzend! Sowas will leider keiner hören und auch zurecht. Der Weihnachtsmann ist ein netter Kerl, der eigentlich ein ziemlich dufter Typ ist und Sympathien durch alle Reihen hinweg genießt. Den möchte keiner verändert sehen.

Kooperation?

kleidDennoch: Ein bisschen einsam ist der Gute. Jeder große Superheld braucht einen Companion: Sherlock Holmes und Watson, Batman und Robin,  Bonnie und Clyde. Deswegen brauchen wir eine bessere Hälfte für den Weihnachtsmann und zwar kein Rentier, sondern eine Frau. Wir kreieren eine Romanze, ein Happy End. Und hier liegen wir auf der Erfolgsspur – sind wir nicht alle Freunde von romantischen Geschichten, vor allem zur Weihnachtszeit sollte dem artigen Konsumenten doch hier das Herz aufgehen.

Storytelling!

Abgesehen von den zahlreichen Möglichkeiten, das Pärchen Claus in Spots und Anzeigen zu vermarkten, oder als Merchandise-Artikel mit doppeltem Gewinn auf den Markt zu werfen – was hier ebenfalls gewinnt ist das Storytelling.

Santa kommt nach einem anstrengenden Tag nach Hause, wo ihn schon Mrs. Claus erwartet. Die beiden genießen den restlichen Weihnachtsabend eng aneinander gekuschelt auf ihrem Rentierteppich vorm Kamin. Weihnachtsromantik pur! Und seine Gefährtin verschafft dem “lonly rider“ Santa somit ein ganz neues Image. Er wird ein wenig menschlicher und zur Identifikationsfigur. Er hat die gleichen Bedürfnisse und Sehnsüchte wie Du und Ich – und deswegen lieben wir ihn umso mehr.

Ein Happy End wie es im Buche steht. An Weihnachten bleibt keiner allein – nicht einmal der Weihnachtsmann.

ÜBRIGENS! Mein Rudel und ich haben auch Wunschzettel geschrieben. Nein, nicht an den Weihnachtsmann. An unsere Karriere! Einfach mal schnuppern gehen bei business-netz.com

Hier kläffte für euch:

Katharina-Besenbruch

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu Relaunchgedanken zum Weihnachtsmann

  1. Liebe Katharina,

    die Mrs. Claus, die gibt es schon, und sie hat gestern ihre Stimme erhoben – an uns Menschen, da es eben nicht so gemütlich ist, wenn Santa Claus total gestresst nach Hause kommt 🙂
    Auch bei uns im Adventskalender:
    http://www.business-netz.com/Selbstmanagement/Mrs-Claus-ermahnt-die-Menschen

    Ein ganz herzliches Dankeschön übrigens an das gesamte Rudel und Dompteuse für Eure spannenden und so liebevoll gestalteten Wunschzettel! Jeder einzelne ist ein echtes Kunstwerk, und ich wünsche Euch von Herzen, dass die meisten davon auch in Erfüllung gehen!

    Liebe Grüße vom Werbewelpen-Fan
    Ulla Schneider

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