Tierisches Facebook: My Social Petwork

Klar – eine Idee, die erfolgreich ist, findet schnell Nachahmer. Facebook mit seinen über 750 Millionen Nutzern prägt inzwischen eine ganze Generation, warum sollte man sich da nicht etwas überlegen, das ähnlich ist, aber doch nicht ganz dasselbe? Skurrile Ableger gibt es längst, so etwa stayalive.com – laut Firmengründer Helmut Markwort (Focus) ein „Facebook für Tote“.

Kurzum hat man sich auch bei der Mediengruppe Klambt, bisher zuständig für Zeitschriften wie Welt der Frau, Der schönste Obstkuchen oder auch Frau mit Herz, etwas ausgedacht: My Social Petwork – eine Wortkreation aus pet (engl.: Tier) und Network (Netzwerk), ein Netzwerk für Tierbesitzer, also eine Art Facebook für Tiere.

Seit August ist es am Start, 250.000 Euro hat der tierische Spaß gekostet. Man darf gespannt sein,  ob es am Ende des Jahres tatsächlich die vom Verlag erhofften 100.000 Teilnehmer gibt. Die Konkurrenz ist  im Übrigen schon da: petsite.com oder fellix.de (Slogan: „Hier sind Tiere unter sich!“) sind nach ganz ähnlichem Strickmuster aufgebaut.

Wo sich Hund und Katze Guten Tag sagen

Und so funktioniert das Ganze: Jeder, der einen Hund, einen Hamster, eine Katze oder einfach einen Vogel hat, meldet sich bei My Social Petwork mit dem Namen seines Tieres an. Das geht laut Angaben des Betreibers innerhalb von 3 Sekunden. Und damit auch wirklich nichts schiefgeht, hat man vorgesorgt: „Die Chihuahua-Dame Mini und der freche Mops Julius begrüßen jedes neue Mitglied persönlich und stehen mit Rat und Tat zur Seite.“

Einmal angemeldet, kann man dann Fotos und Filmchen hochladen und jeden, den es interessiert, auf den neuesten Stand der Dinge bringen, was dann auch so klingen kann: „Heute geht’s mir gar nicht gut, vielleicht sollte ich einfach den ganzen Tag in meinem Körbchen bleiben.“ (Kitty, die Katze) Essenzielle Informationen für Tierbesitzer werden hier haufenweise ausgetauscht, zum Beispiel: „Was hat Julius für ein neues Spielzeug bekommen?“

Wenn einem User ein Beitrag gefällt, kann er das kenntlich machen. Er kann Kommentare schreiben oder einen „Gefällt mir“-Button drücken – der heißt hier dann allerdings „Wau“, unabhängig davon, ob der Beitrag von einer Katze oder von einem Wellensittich stammt. Natürlich kann man hier auch neue Kontakte knüpfen. So darf beispielsweise der Fisch von Frau Müller hoffen, seinen Freundeskreis zu erweitern – sei es um eine Katze, eine Kuh oder ein Kaninchen.

Auch Herrchen und Frauchen kommen nicht zu kurz, und werden bei My Social Petwork angezeigt. Sie können sich kennenlernen, zum Gassi-Gehen, Ausreiten oder mehr – das bleibt jedem selbst  überlassen („Wer hat Lust auf einen Ausflug auf die Hundewiese?“).

Ein soziales Netzwerk für Tiere – tierischer Trend oder alles für die Katz? Was meint ihr dazu?

Hier kläfft für euch:

 

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Ein Kommentar zu Tierisches Facebook: My Social Petwork

  1. Mario sagt:

    Ich finde das zwar höchst verstörend, aber wenn es sich herumspricht verschwinden vielleicht wenigstens die tierischen Accounts aus Facebook. Bei manchen geht die Liebe zum Haustier scheinbar doch etwas weiter als bei mir^^

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