Marken(ver)führung mittels Verkostung am POS

Fast 70 % der Kaufentscheidungen fallen am PoS. Somit ist der PoS die wichtigste Kontaktschnittstelle zwischen der Marke und ihren Kunden.

Viele Unternehmen führen Verkostungen am PoS durch, um neue Produkte vorzustellen, Probier- und Testkäufe zu generieren und die Marke erlebbar zu machen. Dem Unternehmen gelingt damit eine persönliche Bindung zum Kunden, aber auch zum Handel. Denn eine solche Aktion ist nicht nur vorteilhaft für die Marke, sondern auch für den Handel, der sich damit als kompetenten und attraktiven Berater für den Lebensmitteleinkauf beim Verbraucher profilieren und deren Bindung zur Einkaufsstätte stärken kann. Ein weiteres Ziel ist natürlich auch die kurzfristige Absatzsteigerung. Mit Hilfe von Degustationen kann der Umsatz eines Produktes bis zu 500 Prozent gesteigert werden.

Das Instrument „Verkostung“ ist eine perfekte Möglichkeit, die Präsenz eines Produktes zu steigern, die Markenwelt erlebbar zu machen und den Kunden in seinem Kaufentscheidungsprozess zu unterstützen bzw. zu beeinflussen.

Vorsicht vor Halbherzigkeit.

In der Realität sieht das jedoch anders aus. Die meisten Degustationen sind schlecht umgesetzt. Viele Markenartikler erkennen nicht, dass sie sich von ihrer Konkurrenz kaum unterscheiden und somit weder die Kunden emotional ansprechen noch ein einzigartiges Markenerlebnis erzeugen.

Die folgenden Beispiele zeigen, dass viele Verkostungsaktionen sehr ähnlich gestaltet sind bzw. sich kaum differenzieren:

 

 

 

 

 

Man sieht sehr deutlich, dass sich – bis auf die Farbe und Logo – nichts verändert hat und kein wirkliches Markenerlebnis vorhanden ist.

Eine Kostprobe erfolgreicher Aktionen.

Eine konkrete Zielsetzung, die Integration in das übergreifende Marketingkonzept sowie eine sorgfältige Planung sind unabdingbar für eine erfolgreiche Verkostungsaktion. Gute Aktionen bieten dem Kunden ein echtes Erlebnis!

Mit einer perfekte Inszenierung der Markenwelt, der ansprechenden Präsentation von Produkten und die gelungene Integration der Verkostung in die Gesamtmarketingstrategie beweisen Cape Cide und Raffaelo, dass es auch besser geht.

 

 

 

 

 

Promotions am POS im Rahmen von Verkostungen sollen die Unternehmensphilosophie verkörpern.

Ein weiterer Erfolgsfaktor für Verkostungsaktionen sind Verzehrtipps bzw. Rezepte. Heute ist immer weniger Wissen um die Zubereitung von Lebensmitten vorhanden. Aus diesem Grund entscheiden Verzehrtipps maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg einer Verkostung.  Sie liefern Anwendungshilfe für das Produkt und bauen dadurch Kaufbarrieren ab.  Wichtig ist es außerdem, Rezepte auszuwählen, die selbst ungeübten Köchen gelingen und sich schnell zubereiten lassen.

Weiterhin ist die Kompetenz der Mitarbeiter ein bedeutender Faktor. Sowohl externe Promoter als auch Marktpersonal müssten ausreichend qualifiziert und vorbereitet werden. Gerade an diesem Punkt wird oft gespart. Qualifizierte und motivierte Kräfte sind nicht für einen Tagessatz von 100 Euro zu haben.

Mit großem Tamtam die Sinne kitzeln.

Um die ungeteilte Aufmerksamkeit von Kunden zu erlangen, bedarf es entsprechend starke Reize für Hör-, Seh-, Riech-, Geschmacks-, und Tastsinn. Je stärker der Reiz, desto stärker auch das Verlangen, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Ein Beispiel: Wenn Sie in der Innenstadt spazieren gehen, wird Ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen, wenn Sie den Duft von frisch gebackenen Brötchen wahrnehmen. Viele Unternehmen unterschätzen den Wert einer solchen Sinneserfahrung.

Mit der richtigen Auswahl der Reize und deren Intensität, kann es dem Hersteller gelingen, eine erlebnisorientierte Verkostungsaktion entstehen zu lassen. So können bspw. unterschiedliche Materialien bei der Verkostungstheke verwendet werden oder die Verkostungsware auf einem Silbertablett serviert werden.

Checkliste für eine schmackhafte Verkostung:

  1. Vermittelt der Verkostungsstand die Unternehmensphilosophie?
  2. Spiegelt die Verkostungsaktion die Corporate Identity wider?
  3. Steht das Produkt im Mittelpunkt?
  4. Wo soll der Verkostungsstand platziert werden?
  5. Wie lautet das Motto der Aktion?
  6. Welche Sinne können mit der Aktion angesprochen werden?
  7. Welche Botschaften vermittelt die Verkostung?
  8. Welches Equipment benötige ich/ welches passt dazu?
  9. Biete ich dem Kunden schriftliche Unterlagen an? (Rezepte, Verzehrtipps)
  10. Wie sind meine Promoter gekleidet und welches Auftreten sollen sie haben?
  11.  Ist die verkostete Ware ausreichend vorrätig?
  12.  Wird meine Verkostung von weiteren Werbemaßnahmen am POS unterstützt?

Wenn man diese 12 Grundregeln beachtet, ist der Grundstein für eine erfolgreiche Verkostung am POS gelegt.

 Hier kläffen für euch:

 

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