Frei Schnauze: Was ist Integrierte Kommunikation?

Integriert kommuniziert. Nix kapiert.

So oder so ähnlich könnte Mann oder Frau sich fühlen, wenn es um Orientierungen im Marketing geht. Begriffe wie 360-Grad-Kommunikation, Crossmedia oder Integrierte Kommunikation werden diskutiert, definiert … bis man nix mehr kapiert.

Wenn wir so mit unserem besten Freund, dem Hund, umgehen, ihn mit Begriffen überschütten, die er nicht kennt, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn er uns nur mit großen Augen anschaut und vielleicht noch mit dem Schwanz wedelt. Letzteres dürfte uns ein wenig schwer fallen 😉

Also – warum nicht einfach statt kompliziert. Warum nicht an einem Beispiel erklären, was in der Fachliteratur so abstrakt und wissenschaftlich gestelzt daher kommt.

Aber erstmal der Reihe nach. Warum reden wir überhaupt über solche Dinge wie Integrierte Kommunikation und Co.?

Die Ausgangslage

Informationen wohin das Auge schaut. Ob Zeitung, Radio, Fernsehen oder – noch extremer – das Internet, wir werden geradezu bombardiert mit Informationen. Meistens kommerzielle Informationen – meistens Werbung.

Zum Glück ertrinken wir aber nicht in dieser Informationsflut. Unsere Sinne schalten auf Abwehr. Sie beschützen uns vor dem Unnötigen. Aber genau das wollen wir als Werber wiederum vermeiden. Unsere »Waffen« sollen diesen Schutz durchdringen. Was wir brauchen sind Wirkungstreffer.

Und Wirkung bedeutet zunächst einmal, die Menschen, die wir erreichen wollen, auf uns aufmerksam zu machen. Heraus zu strahlen aus dem vollkommen überladenen Umfeld riesiger Informationsmengen.

Auffallen um jeden Preis ist nicht alles.

 

 

 

 

 

 

Nur Aufmerksamkeit erzeugen reicht nicht. Stell Dir einen Freund vor – wir nennen ihn Krypton – der sich heute als Punk morgen als Popper und übermorgen als Rocker zeigt. Verbunden mit dem entsprechendem Outfit und der Leidenschaft für »seine Sache« begegnet er nun drei Freunden…

Für den Freund, der Krypton heute trifft ist er ein Punk. Er wird über ihn erzählen „Krypton ist ein Punk“. Klar so hat er ihn ja auch getroffen. Der Freund, der ihn am nächsten Tag trifft, wird berichten, er ist ein Popper. Und derjenige, der ihn übermorgen trifft, wird erzählen, er ist ein Rocker.

Jetzt triffst Du diese drei Freunde und jeder erzählt Dir etwas anderes über Krypton. Da ist die Verwirrung doch komplett, oder? Es ist Krypton zwar gelungen, jedes Mal auf sich aufmerksam zu machen, aber Du weißt nicht, was Du von Ihm halten sollst.

Das Gegenmittel

Ein für den Empfänger der Botschaft schlüssiges Gesamtbild über alle Berührungspunkte der Kommunikation hinweg schaffen. Widersprüche vermeiden. Den Kern des Produktes griffig formulieren. Mit dieser Leitidee die emotionale und die rationale Seite erfassen und in Bilder und Geschichten übersetzen. Den einmal gewählten Weg beibehalten, nicht dauernd die Richtung wechseln.

Kurzum, es dem Empfänger unserer Botschaft einfach machen, die Botschaft wahrzunehmen, zu entschlüsseln und zu erinnern.

Wenn das gelingt, wird integriert kommuniziert  – jetzt kapiert?? 😉

Hier kläfft für euch:

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Frei Schnauze abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.