Mercedes-Benz: Vom Sonntagsfahrer zum Lifestyle-Symbol

Zurzeit bestätigt die Branchenmesse IAA in Frankfurt mal wieder, dass „des Deutschen liebstes Kind“ das Automobil ist. Beim Anblick der funkelnden Neuheiten, speziell auf dem Messestand der Marke Mercedes-Benz, kam ich auf die Idee, dem Mythos der Marke und vor allem ihrem Image (welches in den letzten 15 Jahren einen starken Wandel verzeichnen konnte) auf den Grund zu gehen.

Start

Da Mercedes-Benz im Altersdurchschnitt 50 plus angesiedelt war, musste die Premium-Marke ihr Image dringend verjüngen. Durch eine neue Kommunikationsstrategie, die in den neunziger Jahren begann, sowie die Neueinführung diverser Automobilmodelle (Smart, A- und C-Klasse und des SLK etc.), ist es gelungen, eine neue und jüngere Zielgruppe für die Marke zu erschließen.

Engagement im Sportsponsoring
Für einen Automobilhersteller mit großer Vergangenheit im Rennsport (Silberpfeile), hat es sich angeboten, an die erfolgreichen Rennsportaktivitäten anzuknüpfen, um über diesen Weg einen Imagetransfer auf sportlicher Ebene zu erreichen.

Engagement im Rennsport
Mercedes-Benz engagierte sich mit Privatteams in der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft. Diese Rennserie ist deshalb von großer Bedeutung, weil sie nah am Produkt ist. Der Abstrahleffekt auf die einzelnen Fahrzeugreihen ist damit besonders hoch.

Als übergreifendes Engagement ist darüber hinaus die Formel 1 zu sehen, die besonders international einen hohen Werbewert darstellt. Begleitend wurde der Einsatz eines Nachwuchsteams ins Leben gerufen. Damit hatte das Unternehmen Mercedes-Benz nicht nur in Technologien investiert sondern auch in sein „Humankapital“.

Engagement im Fußball
Darüber hinaus, und dies war für Mercedes-Benz einmalig, wurde ein Sponsoring im Fußball konzipiert. Mercedes-Benz entschied sich hierbei für die Deutsche Fußball Nationalmannschaft. Diese Sponsoring-Maßnahme bezog sich auf eine für Mercedes-Benz neue Sportart und ermöglichte es, neue und vor allem jüngere Zielgruppen für die Marke zu gewinnen. In der Vergangenheit hatte Mercedes-Benz ausschließlich in Sportarten mit tendenziell elitärem Anspruch, wie z.B. Reiten, Segeln, Tennis und Fechten gesetzt. Die fußballaffine Zielgruppe war die Kernzielgruppe für die neuen Modellreihen.

Erfolgsmessung
Die Erfolg wurde im Motorsport in erster Linie durch Marktforschungsdaten belegt. Im Rahmen von Befragungen wurde deutlich, dass ein Imagetransfer vom Rennsport auf die Modellreihen stattgefunden hat, und man somit der Marke ein sportliches Image verschaffen konnte.

Auch im Fußball wurden, durch umfangreiche Marktforschungen und Untersuchungen, der Erfolg der Maßnahmen bestätigt, die sich bis heute fortgesetzt haben.

Ziel

Der neue Kampagnen-Ansatz verhalf Mercedes-Benz, in Verbindung mit den Modelleinführungen, beim Einstieg in die Zielgruppe der „unteren Mittelklasse“ und senkte den Altersdurchschnitt wie geplant.

Wir können also gespannt sein, was Mercedes-Benz für die nächste Saison plant und genießen derweil das selbstironische „Spiel mit den Klischees“ in einem schönen Spot von Mercedes-Benz…


Hier kläfft für euch: 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Leckerlis abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.