Beschnuppert: LEGO SERIOUS PLAY®, seriously?

Jetzt wird’s bunt, kreativ und anders!

An einem normalen Dienstagmorgen finden sich 21 Studenten, mehr oder weniger pünktlich, zum Kurs Marketing-Fallstudien am imk in Wiesbaden ein. Neben unserer Dozentin Daniela Harder treffen wir überraschend auf zwei Gäste – und auf gefühlt eine Million Legosteine.

Das charmante Duo – Sandra Schulze-Peters und Reinhard Ematinger – soll uns an diesem Vormittag einen ungewöhnliche Workshop-Ansatz namens LEGO SERIOUS PLAY® erlebbar machen. Mit anhaltendem Zynismus erklärt der selbsternannte österreichische Wirtschaftsflüchtling, Reinhard, das Konzept. Nach unserem Verständnis ist LEGO SERIOUS PLAY® nicht vergleichbar mit konventionellen Management- /Beratungstools.

3 Phasen für 2 Gehirnhälften und 1 Stimme pro Teilnehmer

Das Konzept besteht aus aufeinanderfolgenden Phasen des Bauens, Beschreibens sowie deren Evaluierung.  In der ersten Phase werden Teilnehmer gleichzeitig zu Architekt und Baumeister. Eine Herausforderung für beide Gehirnhälften im Zusammenspiel. Komplexe Sachverhalte werden durch eine begrenzte Anzahl von Legosteinen vereinfacht dargestellt.

In Phase Zwei erklärt jeder Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit sein LEGO-Bauwerk an die Gruppe. Dies ermöglicht eine Visualisierung von Gedanken und Ideen ALLER Teilnehmer und gibt dadurch jedem eine Stimme. Daraufhin erfolgt eine Gruppendiskussion über Gesehenes und Erfahrenes. Dieser Aufbau des Workshops bricht Hierarchien und gewachsene Strukturen.

Des Weiteren deckt LEGO SERIOUS PLAY® eine Vielzahl von möglichen Einflüssen auf das Tagesgeschäft des Unternehmens ab, beispielsweise, sich verändernde Kundenwünsche. Hierdurch kann das gemeinsame Verständnis von Aufgaben oder Problemen innerhalb eines Unternehmens gestärkt werden.

4 Aufgaben für 21 neugierige Werbewelpen

Um uns das Konzept näher zu bringen, stellt uns Herr Ematinger vier verschiedene Aufgaben. Zum Einstieg sollen wir innerhalb von vier Minuten einen Turm mit maximaler Höhe aus einer vorgegebenen Anzahl von Steinen bauen. Schnell wird klar, der Spieltrieb übernimmt und uns stehen spannende Stunden bevor.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, seiner Kreativität mit 15 Steinen freien Lauf zu lassen und „irgendetwas“ zu erschaffen. Es entstehen Helikopter, Häuser, Blumengärten, skurrile Gebilde sowie nicht identifizierbare LEGO-Stapel. Die Erklärungsphase gestaltet sich bei dieser Aufgabe ungleich anders. „Explain This!“ – Wir haben eine Minute Zeit, um zu erklären, warum unsere Kreation nicht das ist, was wir uns ausgedacht haben, sondern zum Beispiel „ein Elefant“, „Paranoia“, „Chauvinismus“ oder „gesellschaftliche Verantwortung“ darstellt. Die Erklärungsansätzewaren genial! Quote: „Der Helikopterrotor stellt den ewigen und ausweglosen Kreis der Ehe dar. Des weiteren bauen wir uns einen Traumkunden und unsere Akademie zu einer florierenden Wurstbude um …

Unser Fazit: LEGO SERIOUS PLAY® ist serious.

Im Unterschied zu herkömmlichen Consulting-Methoden stellt LEGO SERIOUS PLAY®  eine Möglichkeit für Unternehmen dar, sich mit der eigenen Belegschaft (Vorstand, Management, Mitarbeiter), neue Strategien zu erarbeiten. Das Wir-Gefühl und die damit zusammenhängende Identifikation mit dem Unternehmen gehen als größter Gewinner aus dem Spiel.  Abschließend können wir sagen, wir hatten einen geilen Vormittag und können LEGO SERIOUS PLAY®  weiterempfehlen.

Ein besonderes und buntes Danke für dieses Leckerli an
Frau Schulze-Peters und Herrn Ematinger!

 

Hier kläffen für euch: 

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