Kraftfutter von Klaas Kramer

Die Werbewelpen haben 5 Fragen an 10 Blogger gebellt.
Täglich gibt es nun eine Hand voll Leckerlis für alle.

Mein Blog:

Ich blogge, weil…

… ich großen Spaß daran habe, öffentlich über Themen nachzudenken. Am meisten gefällt mir, wenn ich durch kontroverse Thesen Irritation auslöse und damit Kommentare und Diskussionen provoziere.

Das Aufschreiben mit Blick auf eine Leserschaft ist ein hervorragendes Mittel, Gedanken zu strukturieren und mentale Landkarten in Form von Sätzen und Schaubildern zu materialisieren.

Nicht zuletzt positioniere ich mich mit meinem Fachblog als Experte meines Spezialgebietes.

Würde ich heute einen neuen Blog starten, dann würde ich dieses Mal…

… schon 5 Jahre früher angefangen haben. Denn seinerzeit war die so genannte Blogosphäre noch jungfräulich. Zumindest stellt sich das mir rückblickend so dar. „Damals“ war ich noch ganz Web 1.0 und habe „Fachartikel auf meiner Internetseite online gestellt“ – ganz ohne Kommentarfunktion. Das war kein Bloggen. Ich war von der mentalen Landkarte hierarchischer Massenmedien geprägt und konnte der vernetzten öffentlichen Kommunikation noch nicht sehr viel abgewinnen. Ich bin also ein gutes Beispiel dafür, wie sich durchs Tun die Sichtweise um 180 Grad drehen kann. Ich kann mich gut in die Kontrolldenke klassischer BWL-Marketiers hineinversetzen, wenn sie nach Argumenten suchen, um zu belegen, „dass Social Media nur ein Hype ist und bald ein regulär planbarer Kanal wird, auf den man ganz normal Werbung schalten kann.“

Bloggende Marketing-Studenten sollten…

… freche Fragen stellen und Menschen herausfordern, die sich (gewiss mehrheitlich zu Recht) für Profis halten.

… querdenken und ihrer Intuition trauen.

… so lange es geht dem „Ich muss kompetent rüberkommen“ widerstehen.

Als Blogger sollte man niemals…

… langweilen.

… Menschen anonymisieren, die man im Blog erwähnt – ob löblich oder kritisch: Jeder hat einen Namen und auf dessen Original-Aussagen sollte verlinkt werden.

… belehren wollen oder besserwisserisch schreiben. Wenngleich: Ein belehrender Unterton kann sich immer mal versehentlich einschleichen – immer noch besser, als jeden Satz auf die Goldwaage zu legen.

Den Werbewelpen wünsche ich…

… Schreiblust.

… Ideen, die darauf brennen, veröffentlicht zu werden.

… nicht zu schnell zu ausgewachsenen Hundetieren zu werden. Das innere Spiel (Persönlichkeit) muss mit dem äußeren Spiel (Position, Status, Karriere, Verantwortung) unbedingt mitwachsen, sonst rächt es sich eher früher als später.


 

Mein Versprechen:

Wir werden unsere Welpenneugier nicht verlieren und „kompetent“ werden.

„Danke fürs Gassi-Gehen, Klaas!“

 

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