Schokonikoläuse im Studententest: Die „Modernen“

„Sieht nackig aus, als hätte er einen Ausschlag“

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Hach ja, die Weihnachtszeit. Ein Fest der Liebe, Freude, des besinnlichen Beisammenseins und… der unentrinnbaren Schlemmereien. Ebenso wie Glühwein, Lebkuchen und diverse Backwaren, ist auch der Schokonikolaus/-weihnachtsmann nicht wegzudenken. Doch was ist eigentlich ein typischer Schokonikolaus? Was macht ihn aus? Wie schmeckt er? Wie nicht? Diesen Fragen sind wir in typischer Galileo-Wissensmagazin-Manier mal auf den Grund gegangen – mit überraschenden Ergebnissen…

Hello or Goodbye? sterne3

hello

Der Zeitgenosse von Hello Lindt bricht mit traditionellen Erscheinungsbildern. Sein Gewand ist nicht etwa in traditionellem Blau oder Erdfarben gehalten und auch nicht im klassischen Rot wie man es gewohnt ist. Nein, es ist schwarz… so schwarz, dass er sich sofort von seinen adretten, rot gekleideten Kollegen im Regal unterscheiden lässt. Auch die Sonnebrille, die er trägt, vermittelt eine eher gechillte als strenge Arbeitsmoral und weckt spontan Erinnerungen an Peter Steiners „It’s cool man“ (Milka) oder Friedrich Liechtenstein mit „Supergeil“ (Edeka). Doch wie schmeckt unser „Player-Weihnachtsmann“ denn nun? Ausgepackt steigt uns sofort der unverwechselbare Duft von Lindt-Schokolade in die Nase. Pluspunkt. Wir bewundern die Form, welche sich als sehr füllig und rund beschreiben lässt. Auch wenn wir das Gefühl haben, dass uns die Betrachtung schon dick macht, so erachten wir die Form als besser gegenüber den dild… ähm stockähnlichen Formen anderer Schokonikoläuse. Nächster Pluspunkt. Kommen wir nun zum Geschmack. Kurz gesagt, es schmeckt wie Lindt-Schokolade nun mal schmeckt und (man kann es erraten) es war lecker. Noch ein Pluspunkt. Ihn hat die Verköstigung als zweiten die Existenz gekostet.

Smart in seiner Art sterne1

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Die künstlerische und geschmackliche Interpretation eines Schokonikolauses vom Hersteller „Nestle“ war…eher un-smart. Ein Mann, der so aussieht hat entweder eine Rolle bei den Simpsons oder Gelbsucht. Der einzige Pluspunkt, den wir hier vergeben konnten bezog sich auf das Rasseln, welches durch die Smarties im Inneren der Schokoladenhülle verursacht wird. Beim Auspacken war kein wesentlicher Duft, wie bei den Konkurrenz- Produkten, wahrzunehmen. Was den Geschmack betrifft nun ja… Jeder der sich schon mal mit einer Überdosis Smarties den Appetit verdorben hat, kann sich vorstellen wie sich ein ganzer Schokonikolaus nach Verzehr im Magen anfühlt. Die verwendete Schokolade der Hülle ist (welch Überraschung) auch die Gleiche, die im Inneren der Smarties vorzufinden ist. Das bedeutet einen extrem süßen Schokoladen-Geschmack ohne die sonst ergänzende Geschmacks-Note der Drageehülle. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Das war aber hierbei nicht nötig. Wir waren uns alle einig, dass dieser unserem Geschmack nicht entsprach. Fürs Sodbrennen gab’s noch einen Minuspunkt obendrauf.

Knister knister knäuschen sterne3

milka

Voller Vorfreude betrachteten wir die lila-farbene Verpackung des berühmt-berüchtigten Milka- Weihnachtsmannes. Woher kommt die Vorfreude? Ganz einfach. Aus der Kindheit. Milka ist ein wesentlicher Bestandteil der eigenen Kindheit… dem Teil in dem genascht wurde bis der Bauch grummelt. Fachmännisch entpackt und ange“snackt“ hört man sofort Sätze wie „Ah, das ist ein Stück Kindheit“ oder „Das ist die echte Milka“. Bezüglich des Geschmacks sei zu erwähnen, dass es sich hier um eine Schokolade mit “Knister-Effekt“ d.h. einem wahrgenommenen Bizzeln auf der Zunge und “im Kopf“ handelt. Hier lag für uns ein definitiver Fun-Faktor. Manche empfanden den Geschmack auch als zu sahnig, andere wiederum als typisch für Milka-Schokolade. Was den Geschmack der Milka-Schokolade wohl auch ein Stück weit ausmacht sind Sorten-Präferenzen und die subjektive Wahrnehmung, solange sie mit Kindheitserinnerungen verknüpft werden.

Kit(e)Kat oder Kitkat? sterne1

kitkat

Erblickt man im Regal einen Schokonikolaus mit fernöstlich anmutenden Gesichtszügen, so kann es sich hierbei nur um die Kreation von Kitkat handeln. Abgesehen von seinen mandelförmigen Knopfaugen, entspricht er nicht ganz den Erwartungen, die man an ein Produkt von Kitkat stellt. Entfernt man die Verpackung, so hat man das Gefühl, dass der gute alte Nikolaus unter ernsthaften Allergieproblemen gelitten hat. Die sonst glatte Schokoladenbeschichtung, wie man sie von den Riegeln gewohnt ist, ist von körnigen, rauen, splitterartigen Nuss- oder Keksstücken (oder irgendwas dazwischen) durchzogen. Der „Sieht nackig aus als hätte er einen Ausschlag“! Auch das charakteristische Knacken beim Brechen der Stücke wird durch ein lustloses *Potsch*-Geräusch abgelöst. Beim Geschmackstest stellen wir fest, dass das Gleichgewicht zwischen Keks und Schokolade nicht stimmt bzw. wesentlich weniger Keksmasse als Schokolade vorzufinden ist. Schwer zu sagen, ob dieses ungleiche Verhältnis ein Missgeschick bei der Schokoladenherstellung ist. Fest steht es schmeckt nicht wie es schmecken soll.

Morgen Kinder wird’s was geben sterne5

kinder

„Hmmm, das ist die Beste“, „Wir kommen immer wieder auf die zurück“, „Die Verpackung ist voll schön“. Solche Sätze könnten auch aus einem Werbespot stammen aber Nein… Sie sind so bei unserem Test gefallen. Die Verpackung des Kinderschokoladen-Nikolauses ist nicht nur ästhetisch ansprechend und entspricht einem hohen Verständnis der eigenen Corporate Identity, sondern lässt sich besonders gut lösen, ohne lästiges Zerfransen oder Verkleben beim Öffnen oder Halbieren. Damit lässt sich schon mal sagen, dass die Verpackung ausgesprochen zielgruppengerecht (d.h. für Kinder mit unruhigen Fingerchen) gestaltet wurde. Geschmacklich traf sie alle gestellten Erwartungen und der Schokonikolaus dieser Marke musste als Erster aus unserem Test ausscheiden, da er unversehens fachmännischer Schlemmerei zum Opferfiel. Das ist ein Schokonikolaus, wie man ihn sich vorstellt und der uns in allen Testkriterien überzeugen konnte.

Die Testesser – kein Stück war uns zu viel:

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Von links oben nach rechts unten: Nataša Aljinović, Thomas Hruschka, Maximilian Kronenberg, Beatrice Weber, Katharina Döcke, Rosa Starke, Sophia Fuchs

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Schokonikoläuse im Studententest: Die „Klassiker“

5 Schokomänner im Test – Wer ist der Richtige?

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Romantik liegt in der Luft. Bunte Lichter. Verzierte Tannenbäume. Das leise Knistern des Holzes im Kamin. Die flauschige Decke, unter die wir uns abends im Kerzenschein kuscheln. Der leckere Duft von Glühwein mit den Menschen, die uns am Herzen liegen. Spätestens jetzt wissen wir: Die Bikini-Zeit ist zu Ende und Nikolaus steht vor der Tür – endlich können wir uns den wirklich wichtigen Dingen im Leben widmen – Schokoladenorgien bis die Bäuche platzen. Denn pünktlich vor der Weihnachtszeit winken bunt verpackte Nikoläuse in den verschiedensten Variationen in den Kaufhäusern.

Klein, groß, dick, dünn, ausgefallen oder doch klassisch: Welchen sollen wir nun anknabbern oder an unsere Liebsten verschenken? Grund genug für uns Imk-Studenten, die süßen bärtigen Männer zu testen. Das Angebot ist groß, wie soll man sich da bloß für einen Mann entscheiden? Lindt, Merci, die günstigeren Varianten Hausmarke Edeka und Moser von Aldi oder doch After Eight? Wir testen für euch die Klassiker unter den Männern, die unseren Gaumen jedes Jahr aufs Neue erfreuen und uns wieder Kind sein lassen. Denn nicht alle Nikoläuse sind gleich. Sie unterscheiden sich im Geschmack, in der Härte, dem Aussehen aber auch in der Schmelzfähigkeit auf der Zunge. Aber nicht nur der Inhalt, sondern auch die Verpackung wurde von uns Studenten unter die Lupe genommen.

Das Outfit

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Lindt mit seinem besonderen Merkmal, dem goldenen Glöckchen und Merci mit dem süßen Herz konnten hier besonders mit ihren glänzenden satten Farben punkten. Einfach nur zum Verlieben. Aber auch der After Eight Nikolaus in einem schönen dunklen Tannengrün stach besonders ins Auge. Der größte und günstigste unter ihnen, Herr Edeka starrte uns hingegen mit seinen großen leeren Augen und der billigen Verpackung einfach nur gruselig an. Durchgefallen, denn schließlich zählt ja auch der erste Eindruck! Aldi, war ok, aber eher einer billige Kopie von Lindt. Aber im Kopieren ist Aldi ja bekanntlich auch am besten.

Der Body

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Anschließend ging es den Schoko-Männern unter die Wäsche. Nackt zeigten sie uns leider jetzt nicht mehr, was sie versprachen (wie im echten Leben also). Merci enttäuschte ganz besonders und sah ohne Kleidung eher aus wie ein kleiner, dicker Gnom. Lindt schnitt durchschnittlich gut ab, aber einer überraschte uns doch: Der Edeka-Nikolaus hatte anscheinend nur eine falsche Kleiderwahl und überzeugte uns mit seinem wohl ausgeformten Schoko-Body.

Standhaftigkeit

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Jetzt ging es den Männern an den Kragen. Wir testeten die Bissfestigkeit. Wir alle kennen es, wenn wir voller Erwartung den Kopf abbeissen und plötzlich das ganze Schokoladengerüst ineinander fällt. Geht gar nicht! Deshalb umso schlimmer, dass der Herr After Eight schon beim Öffnen in seine Einzelteile zerfällt. Bei diesem Test konnte nur die Lindt-Schokolade bestehen und schien unkaputtbar, egal wie oft wir mit unseren Reisszähnen daran knabberten.

Kommen wir zum ausschlaggebenden Merkmal:

Der Geschmack

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Um uns ausschließlich auf den Geschmack konzentrieren zu können und uns nicht von Namen oder Aussehen beeinflussen zu lassen, testeten wir die wahre Qualität und inneren Werte der Nikoläuse mit verbundenen Augen.

Aldi kann man definitiv essen und hatte bei allen Testern die Note gut. Mister Body-Edeka jedoch schmeckte so, wie er aussah: alt und ungenießbar. Aber auch Merci fiel durch und enttäuschte sehr, da wir von einem Markenprodukt wie Merci einfach mehr erwartet hatten. After Eight hat seine Minze ungewohnter Weise in der Schokolade verarbeitet und ist bekanntlich Geschmacksache. Entweder man steht auf diesen extravaganten Typ oder eben nicht. Demnach sollte man diesen nur verschenken, wenn man auch sicher ist, dass Schokolade in Kombination mit Minze auch wirklich schmeckt.

Unser Traummann

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Doch nur einer konnte alle kritischen Gaumen gleichzeitig überzeugen und ist damit der Klassiker-Testsieger – und auch seinen Preis wert: Der gute alte Schweizer Lindt-Nikolaus. Er wurde von fast allen Testern lediglich durch seinen Geschmack und Geruch als Lindt-Nikolaus erkannt und überzeugte neben seinem Taste mit seiner Konsistenz, seinem schönen Aussehen – und dem Glöckchen natürlich.

 

 

Und wer ist der richtige für Dich?

 

Wir hoffen, wir konnten euch die Auswahl etwas erleichtern und wünschen den vollen Genuss auf der Suche nach eurem Schoko-Traummann!

Das Testerteam

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von links nach rechts: Anna Pehl, Ceren Celikkol, Pajtim Bibaj, Mareike Uhde, Genis Fornes, Jenny Ilsanker

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Beschnuppert: „BRAND EXPERIENCE – An jedem Touchpoint auf den Punkt begeistern“

„Toucht“ den Leser in allen Punkten!Theresa

 

  • „Unternehmen brauchen nicht Käufer – sondern loyale Kunden“
    (…Klar, man möchte ja weiterhin Geld verdienen!)
  • „Ein Mehrwert soll für diese entstehen“
    (…Mehrwert? Gibt’s ein Goodie dazu?)
  • „Markenerlebnisse für Kunden – und potenzielle Kunden – müssen geschaffen werden“
    (…Wird jetzt jeden Tag eine Party organisiert?)

Drei Punkte, die bei vielen Experten und Expertenanwärtern für tägliche Herausforderungen und Kopfzerbrechen sorgen. Die Frage stellt sich: Wie können Produkt, Service und Kommunikation ineinander verankert werden, dass diese drei genannten Punkte erfüllt werden?

  • Der Erfolg der Marke entsteht bei der (dt.) „Reise des Kunden“.
    (…Hört sich irgendwie falsch an.)
  • Der Erfolg der Marke entsteht bei der (engl.) „Customer Journey“.
    (…Schon besser.)

Diese sogenannte „Customer Journey“ bekommt der Leser in „Brand Experience – An jedem Touchpoint auf den Punkt begeistern“ von Andreas Baetzgen in 5 Schritten TOP strukturiert und nachvollziehbar erläutert:

Analyse & Erfolg > Strategien & Konzepte > Touchpoints & Ökosysteme
> Idee & Inszenierung > Service & Innovation

Die einzelnen Schritte ergeben am Ende ein ganzheitliches Bild darüber, wie Unternehmen ihre Kunden im Entscheidungs- und Kaufprozess begeistern, aber auch auf ihrer täglichen Reise durch die Markenwelt führen und begleiten können.

Verfasst sind die insgesamt 20 Beiträge von Experten aus der Praxis, die um die ständigen „Performances“ an den Touchpoints wissen. Aber nicht nur das Wissen der Autoren bringt neue Denkanstöße mit sich. Auch die neuesten Erkenntnisse aus der Konsumentenforschung und Best-Practice-Cases (u.a. aus den Bereichen: Customer-Experience-Management und Innovationsmanagement) fördern frische Ideen und erweitern den Horizont.

Durch die strukturierte Gliederung der Fachbeiträge, fällt es dem Leser leicht zu folgen und auch beim gezielten Nachschlagen zügig „auf den Punkt“ zu kommen.

Mit diesem Fachbuch zur „Brand Experience“ wurde eine lohnende Lektüre für Marken- und Kommunikationsstrategen geschaffen, das zudem die Trilogie („Brand Planning“ & „Brand Content“) von Andreas Baetzgen vervollständigt.

Aber auch „Welpen“ der Werbewelt finden hier schmackhaftes Futter! Denn in dem Werk finden Studierende und Interessierte in jedem Fall Punkte die „touchen“ und dabei verständlich Wissen vermitteln. Von den Vorteilen eines Customer-Journey-Modells bis hin zu spezielleren Themen, z.B. Design-Research, ist alles dabei.

Meine Empfehlung: Schnappt euch das Buch und werdet zu Expertenanwärtern, die wissen, wie man Käufern – Pardon! – Kunden einen Mehrwert bietet und Marken erleben lässt!

Wer weitere Informationen zum Herausgeber lesen möchte  – „touching“ hier:
http://mw.hdm-stuttgart.de/~baetzgen/?page_id=11

Theresa Schröder

 

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Wie viel „Ich“ hat Platz in einer Bewerbung?

„Sehr geehrte Damen und Herren…“ – So oder so ähnlich beginnt ein Großteil aller Bewerbungen, die Studenten an ihren potentiellen Arbeitgeber schicken. Weiter geht es dann meistens mit dem Standardtext, den wir alle kennen: „Hiermit bewerbe ich mich, weil…“

Wenn Sie unsere Bewerbungen lesen, halten Sie uns wahrscheinlich für: selbstbewusst, 1A organisiert, diszipliniert, erwachsen und – ohne Altersangabe und Bild – vermutlich für unsere Eltern.

Wie soll es denn auch anders sein?! Schließlich unterstützten uns Eltern oder andere erfahrene Bezugspersonen bei der Erstellung unserer Bewerbungsunterlagen. Die meinen es ja auch gut, wenn sie uns Tipps geben die, … naja, lesen Sie selbst.

Wie ich mich „richtig“ bewerbe – (m)ein Einstieg.

„Als Erstes muss auf dem Deckblatt oder dem Anschreiben ein Knaller-Argument kommen. Du musst unbedingt von dir überzeugt wirken und hervorstechen. Achte darauf, dass du aber nicht zu arrogant wirkst. Sprich sie immer mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ an. Das zeugt von guter Erziehung. Schreib im ersten Teil, wer du bist und was du zur Zeit machst.“

„Das klingt doch einfach!“, denke ich mir.

„Nein, Maus. Du musst viel professioneller klingen. Es ist viel zu langweilig geschrieben. Bring mehr Spannung rein. Was du danach vor hast ist für das Unternehmen uninteressant und wirkt unvorteilhaft für dich, so als würdest du nicht gerne dort bleiben wollen.“

Nach dutzenden Neuversuchen ist meine Helferin zufrieden.

Wieso dieses Unternehmen?

„Nun kommen wir zum zweiten Teil. Schreib, wieso du gerne in dieses Unternehmen möchtest.“

„Ich brauche einen Job und Ihr Unternehmen ist sehr bekannt.“

„Um Gottes Willen, das kannst du doch nicht schreiben! Lass dir etwas Emotionales einfallen, einen guten Grund, der sich von den anderen Bewerbern abhebt. Einfallslose Texte landen direkt im Mülleimer. Außerdem musst du dem Unternehmen schmeicheln, das gefällt den Personalern. Aber schreib keine Lobeshymnen, das wirkt übertrieben und unglaubwürdig.“

Also denke ich erneut über diesen Punkt nach.
Der Kopf qualmt und ich bin der Meinung,
dass ich nun etwas Kreatives und Außergewöhnliches
aufs Blatt gebracht habe.

Wieso ich?

„Damit haben wir es ja auch schon fast geschafft. Im dritten Teil schreibst du, warum das Unternehmen dich auswählen sollte. Am Besten nutzt du dafür starke und dynamische Verben. Du musst aus der Masse herausstechen mit besonderen Leistungen. Schreib auf, für welche freiwilligen Arbeiten du dich gemeldet hast. Aber lass mich noch einmal darüber schauen, denn manche Dinge wirken sich eher nachteilig aus. Werte gute Eigenschaften ruhig etwas auf, das ist kein Lügen!“

Nachdem wir mich nun so verbogen haben, dass ich
„perfekt“ wirke, hoffe ich, nun fertig zu sein.

„Nun fehlt noch der Lebenslauf, dort notierst du deinen bisherigen Werdegang.“

Endlich mal etwas, bei dem ich zwar nicht meine Persönlichkeit
einbringen kann, aber mich auch nicht selbst loben muss.

„Nun zum Schluss müssen wir nur noch ein Bewerbungsbild machen. Aber wie siehst du denn aus? Du kannst doch keinen Kapuzenpullover tragen. Zieh dir eine Bluse und einen hübschen Blazer an. Mach dir außerdem noch die Haare schön.“

Wieso dieses Maskerade?

So viel also zu „mir“. Während ich meine Bewerbung durchlese, erkenne ich mich kaum wieder. Wieso darf ich hier nicht sein, wie ich bin? Wie soll ich vor Beginn meiner Arbeitskarriere bereits außergewöhnliche Berufskenntnisse haben? Warum soll ich einem Unternehmen vorlügen, aus welchem Grund ich es auswähle? Wir können es uns heutzutage nicht leisten, lediglich eine Bewerbung an unseren Traumarbeitsgeber zu schreiben. Man möchte in EIN bestimmtes Unternehmen – und jedes weitere ist wohl oder übel ein Kompromiss. Und zu guter Letzt: Wieso darf ich auf einem Bewerbungsfoto nicht so aussehen, wie ich mich wohl fühle?

Wir glauben: ES MUSS SICH ETWAS ÄNDERN!
Wir brauchen mehr „sportbegeisterte Tattoofreaks“, mehr „schüchterne Mauerblümchen“ und mehr „liebevolle Chaoten“ in den Bewerbungsmappen der großen und kleinen Unternehmen. Auch wenn gewisse Grundlagen bei einer Bewerbung absolut unverzichtbar sind, plädieren wir für mehr Ehrlichkeit und mehr „man-selbst-sein“ in der heutigen Zeit.

Denn: Wir wollen nicht nur einen Job im Unternehmen, wir wollen dort auch Platz für unser wahres Ich! Und das Unternehmen möchte letztlich doch auch wissen, mit wem es wirklich zu tun hat, oder nicht?

Hier kläfften für euch:
 Julia Döbbelin und Sarah Schäfer

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Kundenpräsenationen – Ein Studium.

Pitch, Pitch, hurra!

Wir studieren Marketing. Wie so viele von uns. Im Laufe unseres praxisorientierten Studiums haben wir mehr als 40 Briefings gesehen, Nächte lang daran gearbeitet und vor Kunden präsentiert. Dabei entdeckten wir unsere Hass-Liebe zum Marketing…

Das Briefing

Content Marketing ist ja gerade der letzte Schrei. Aber wenn der Content immer der gleiche ist, kann man ihn irgendwann nicht mehr hören.

Das Grauen kommt in Form eines Blattes oder als elektronische Post, wie man heutzutage so schön sagt. Weil der Kunde meint, er hätte das Internet verstanden.

Briefing – (vom Engl. kurz) – hat wohl mancher nicht ganz so aufgefasst. Viel Geschwafel. Null Inhalt. Und das Beste erwartet einen in der letzten Zeile. „Wir sind ein junges Start-Up Unternehmen mit geringem Budget. Entwickeln Sie bitte ein ganzheitliches Kommunikationskonzept mit Bespielung sämtlicher Kanäle…“ Da stehen einem doch die Haare zu Berge!

Die Consumer Insights

Um die Aufgabe mit Bravour zu meistern, sollte man sich möglichst tief in den Kopf der Zielgruppe graben. Irgendwann stößt man hoffentlich auf Gold – ein Insight.

„Kleine Männer, die SUV fahren, kompensieren damit ihre Körpergröße.“

Wow, ein Insight, auf das wohl noch keiner vor uns gekommen ist. Schnell ein Konzept aus den Rippen geleiert. Claim drunter und fertig ist das Ding. Somit wird Traffic nicht nur auf der Straße generiert, sondern auch im Büro vom Marketingleiter.

Der kreative Flow

Nach dem analogen Brainstorming folgt nun die digitale Umsetzungsphase. Jeder braucht einen besten Freund. Unserer ist silber und hat einen digitalen Schreibtisch. Deswegen haben wir auch eine Desktop-Allergie. InDesign, Photoshop und wie sie alle heißen, laufen darauf allerdings wie am Schnürchen. Kaffee rechts, Nerdbrille auf und Mukke an. Im Workflow kennt jeder so manchen Trick. Apfel-C, Apfel-V und das Marketer-Herz schlägt höher.

Die Work-Life-Balance

Jeder spricht davon! Wir haben auch eine. Mit ganz viel Work. 67 Mitteilungen auf WhatsApp, ein leerer Kühlschrank und ein rauchender Kopf. Davon war im Briefing nicht die Rede. Egal. Durchziehen. Morgen schauen uns 10 Augen an, die sowieso keinen Plan von Marketing haben. Hauptsache wir verkaufen das Ding. Wir Marketer sind ja bekannt dafür, dass wir Scheiße zu Gold machen.

Tosender Applaus. Konzept an den Mann gebracht. „Und damit, bedanken wir uns für die spannende Aufgabe und wünschen noch einen schönen Tag.“

Am Abend ein Schaumbad zur Regenerierung unserer Work-Life-Balance. „Biiiiiiiing, Sie haben Post“. Im Anhang ein Briefing – von einem Start-Up… . Aber wie sagt man so schön? Nach dem Pitch ist vor dem Pitch.

Trotzdem bist du, liebes Marketing, uns ans Herz gewachsen. Und das gibt uns die Kraft, das nächste Briefing mit einem Schmunzeln zu öffnen.

Hier kläfften für euch:

JASMIN RAIF UND STEPHANIE HEUSEL


 

 

 

 

 

 


P.S. Marketing, wir lieben dich!

 

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Kicken für Geld – Sportsponsoring oder Markenprostitution?

90 Minuten + 11 Freunde + Fans + Beißen + Grätschen + Kämpfen = UNSER Spiel.
Echt!? An dieser Stelle an alle Fußballromantiker und Stammtischtrainer: Weiterlesen auf eigene Gefahr.Stadion

So einfach, wie oben beschrieben, ist UNSER Fußball schon lange nicht mehr. Der Gleichung fehlt nämlich der große Star, der alle jubeln lässt, der die Mannschaft zu großen Titeln schießt: das Geld, eine gaaanze Menge Geld. Der viel umworbene 12. Mann. Weiterlesen

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Marketing – kinderleicht erklärt!

[Unsere Dozentin gab uns in der Vorlesung ein paar sogenannte „Story-Cubes“, viel zu wenig Zeit und die Aufgabe, Marketing kindgerecht zu erklären. „Wir sind hier doch nicht im Kindergarten“, dachten wir. Und änderten dann unsere Meinung…]

Ein Zauber, der Früchte trägt.

IMG_1032Wir befinden uns an einem Montagmorgen im Stuhlkreis der Bienen-Kindergartengruppe.

 

 

 

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Die Kinder erzählen von den Berufen ihrer Eltern.

Die kleine Anna ist an der Reihe: „Meine Mama macht Marketing.“

Große Fragezeichen in den Augen der Kinder, Ratlosigkeit bei Anna.

 

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Auf der Suche nach Antworten fragt die kleine Anna zuhause:

„Mama, was ist eigentlich dieses Marketing?“

 

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Marketing ist Zauberei! Es verwandelt Dinge, die uns langweilig oder unwichtig vorkommen in etwas Schönes und Spannendes, damit du es unbedingt haben willst.“

 

IMG_1029„Anna, magst du Äpfel?“
„Geht so!“
„Aber du isst doch jeden morgen vergnügt einen Apfel!?“
„Ja, aber nur, wenn du sie auf die hübschen bunten Spieße steckst.“
„Und was isst du am liebsten zu Kartoffelpuffern?“
„Apfelmus!“

„Und welchen Kuchen wünschst du dir immer, wenn du bei Oma bist?“
„Apfelkuchen.“

„Siehst du Anna. Du findest Äpfel eigentlich langweilig, aber wir schaffen es mit ein paar kleinen Tricks, dass du regelmäßig welche isst – und das auch noch gerne!“

IMG_1030„Stimmt Mama, Apfel ist gar nicht so blöd! Und dieses Marketing auch nicht.
Zeigst du mir diesen Trick für meine Freunde?“

 

 

„Dann verrate mir doch mal, was deine Freunde am Liebsten essen!“
„Pommes!“
„Komm, dann zaubern wir jetzt gemeinsam…“

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Am nächsten Tag serviert Anna ihren Freunden im Kindergarten Äpfel und erzählt vom Zauber des Marketing.

Ob es am Ende alle verstanden haben, wissen wir nicht. Aber der Trick hat funktioniert  – alle Äpfel waren gegessen.

 

Wir hoffen, die Erklärung hat auch euch geschmeckt!

Hier kläfften für euch: 

Welpenrudel

Von links nach rechts: Neno Zahariev, Teresa Jung, Larissa Dreher, Kim Würfel, Theresa Schröder, Nathalie Papesch, Katrin Schifferer

 

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iGod Unser!

Was ist der Mythos von Apple?

Diese Frage wurde uns im Rahmen der Marketingvorlesung gestellt. Und wir sollten sie in maximal 3 Minuten erklären.

Apple gehört zu den erfolgreichsten Marken der Welt. Man spricht häufig vom iKult. Die Anhänger dieses iKults lieben Apple-Produkte geradezu euphorisch – Sie vergöttern sie!

Uns sind bei dem Verhalten von typischen Apple-Besitzern starke Ähnlichkeiten mit den Anhängern von Religionen aufgefallen. Es steht außer Frage, wer das Oberhaupt dieser Religion wäre: Steve Jobs. Wer weiß, ob Apple ohne ihn so erfolgreich gewesen wäre. Er hat diesen Hype um die Apple-Produkte erst möglich gemacht. Ohne ihn gäbe es wahrscheinlich keinen iKult. Er ist unser iGod. Auch noch ein paar Jahre nach seinem Tod gehören Steve Jobs und Apple einfach zusammen.

Wir haben versucht, die Religion „iKult“ und damit den Mythos von Apple auf den Punkt zu bringen – in einem Gebet an unseren iGod Steve Job.

Auf verlinkten Screenshot klicken, starten und – Lauscher auf!

Bildschirmfoto 2014-06-02 um 07.30.58

Text zum Mitbeten:

 iGod Unser!

Steve Jobs im Himmel
Geheiligt werde deine Idee
Deine Inspiration komme
Dein iKult geschehe
Wie im Himmeln so auf Erden

Unsere tägliche App gib uns heute
Und vergebe den Android Usern
Wie auch wir vergeben diesen Unwissenden

Und führe uns in Versuchung
Und bringe uns unser Statussymbol
Denn Dein ist das Design
Und die Innovation
Und die Herrlichkeit
In Ewigkeit

Apple!

Nun bleibt nur noch eine Frage: Wird der iKult auch ohne Steve Jobs auf Erden funktionieren?
Lasst uns daran glauben!

Hier kläfften für euch: Rebecca Landau und Lina Bondar

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Stiftung Hasentest: Kategorie „Exoten“

Wahre Liebe oder One-Night-Snack?

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Die Blumen blühen, die Sonne scheint und Ostern steht vor der Tür! Und welchen Hasen vernaschen wir? Unter der großen Auswahl an Hasen haben wir uns die Exoten genauer angesehen. Im Folgenden erfahrt ihr, welcher Osterhase nur ein One-Night-Snack bleibt und wer zu uns ins Nest darf. Weiterlesen

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Stiftung Hasentest: Kategorie „Klassiker“

Osterhasen auf Pelz und Schmelz getestet

Ostern steht vor der Tür und wie jedes Jahr stellt sich die Frage, welcher Hase denn ins Nest kommt. Um diese Frage zu klären, hat Stiftung Hasentest vier Klassiker unter den Hasen unter die Lupe genommen. Die Zielgruppe ist dabei auf Familien, Personen aller Altersklassen und Schokoladenfreunde definiert. Dem kritischen Gaumen unserer knallharten Jury (siehe Foto unten) standen sich dabei Hasen der Marken Lindt, Milk, Aldi und Gubor gegenüber. Wir stellen euch nun die vier Kandidaten in unserem Exklusivfest vor. Getestet wurden dabei folgende Kriterien: Aussehen, Geschmack und Preis/Leistungsverhältnis. Weiterlesen

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